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Colca Cañon – Tag 1

Um Mit­ter­nacht klin­gel­te unser Wecker und eine hal­be Stun­de spä­ter waren wir bereit. Jos­helm hol­te uns mit dem Taxi ab, das uns zum Ter­mi­nal Ter­rest­re brach­te. Von dort ging es per Bus wei­ter nach Caba­na­con­de. Durch die Nacht fuh­ren wir unter ande­rem über einen 4900 Meter hohen Pass. Nach einem Zwi­schen­halt in Chi­vay war der Bus über­füllt, vie­le Leu­te stan­den im Gang da es kei­ne Sitz­plät­ze mehr gab.

Um 6 Uhr kamen wir in Caba­na­con­de an. Als ers­tes gab es zur Stär­kung ein lecke­res Früh­stück, bevor es mit dem Auto zum Start der Tour ging.
Immer stei­ler führ­te der Weg hin­un­ter, bis wir am Fluss anka­men. Vor der Brü­cke sass ein Perua­ner, bei dem wir die Park­ge­bühr für Tou­ris­ten zahl­ten. Wei­ter ging es mit einem stei­len Anstieg bis zur Oase San Juan de Chu­cho, wo es als Imbiss eine lecke­re Gemü­se­sup­pe gab. Jetzt lag das letz­te – und steils­te – Stück von heu­te vor uns. End­lich kamen wir in Cos­nir­hua an, wo wir von Señor Mau­ricio und sei­ner Frau Rufi­na emp­fan­gen wur­den. Zum Zmit­tag gab es für uns Cuy – Meer­schwein­chen. Das weni­ge Fleisch hat uns gut geschmeckt, aber das klei­ne Tier­chen besteht mehr aus Kno­chen als aus etwas anderem.

Nach einer Sies­ta gab es eine Pflan­zen- und Kräu­ter­kun­de mit Señor Mau­ricio in sei­nem Gar­ten. Die­ser befin­det sich auf uralten, vor etwa 1300 Jah­ren künst­lich ange­leg­ten Ter­ras­sen, die von den Vor­fah­ren der Inkas errich­tet wur­den. Die­se haben eine Art Mikro­kli­ma geschaf­fen, so dass in die­sen sonst tro­cke­nen Höhen tro­pi­sche Früch­te wach­sen. Ein klei­nes Paradies!

Wir durf­ten eini­ge lecke­re Früch­te pro­bie­ren und auch eine der bes­ten Avo­ca­dos die wir je hat­ten. Im Gemü­se­gar­ten ent­deck­ten wir dann Kraut­stiel und brach­ten Señor Mau­ricio das schwei­zer­deut­sche Wort bei, was die­ser sehr lus­tig fand.

Zurück in unse­rer Unter­kunft gönn­ten wir uns eine heis­se Dusche. Nach dem Son­nen­un­ter­gang betrach­ten gesell­ten wir uns zu Seño­ra Rufi­na, die in der Küche auf offe­nem Feu­er unser Znacht zube­rei­te­te. Es gab zuerst eine war­me Sup­pe, danach in Ei gebra­te­ne Süss­kar­tof­fel-Schei­ben, Reis und Avo­ca­do. Alles sehr lecker! Da der Tag doch recht lang war und wir am nächs­ten Mor­gen auch wie­der früh los woll­ten, gin­gen wir schon bald ins Bett und schlie­fen mit dem Zir­pen der Gril­len ein.

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