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Colca Cañon – Tag 3

Mor­gens um 3 Uhr klin­gel­te schon wie­der der Wecker. Nach einem lecke­ren Stück Oran­gen­ku­chen, geba­cken von Jos­helms Mut­ter, mach­ten wir uns an den stei­len Auf­stieg. Der Voll­mond schien so hell, dass wir für den Auf­stieg nicht ein­mal unse­re Stirn­lam­pen brauch­ten. In die­sem sil­ber­nen Licht den Berg hin­auf zu wan­dern war wirk­lich etwas beson­de­res. Um etwa halb­fünf konn­te man schon das ers­te Son­nen­licht am Hori­zont erah­nen und bald waren auch die ers­ten Berg­gip­fel in Son­nen­licht getaucht. Wir befan­den uns zum Glück immer noch im Schat­ten, bis wir nach zwei Stun­den und fünf­zehn Minu­ten zuoberst anka­men. Nach einer kur­zen Pau­se spa­zier­ten wir wei­ter ins Dorf wo es ein zwei­tes Früh­stück gab.

Mit dem Auto ging es danach wei­ter zu einem Aus­sichts­punkt um die bekann­ten Kon­do­re zu beob­ach­ten. Sie nut­zen die mor­gend­li­che Ther­mik um über die Ber­ge zu einer Lagu­ne zu flie­gen um ein Mor­gen­bad zu neh­men. Aller­dings sind schon eini­ge Kon­do­re in ihr Som­mer­quar­tier auf den Islas Bal­les­tas geflo­gen. Sie sind die ein­zi­gen Vögel im Col­ca Cañon, die die­se Distanz zurück­le­gen kön­nen. Als Ori­en­tie­rung dient ihnen der Cañon selber.
Trotz­dem hat­ten wir Glück und konn­ten fünf Kon­do­re im Flug beob­ach­ten. Ein impo­san­tes Schau­spiel. Aller­dings ziem­lich weit weg, da die vie­len Tou­ris­ten ziem­lich laut waren und teil­wei­se rauch­ten und die Rie­sen­vö­gel emp­find­lich auf Lärm und Gerü­che reagie­ren. Ein­zig ein jun­ges Weib­chen war neu­gie­rig und flog nah an uns vorbei.

Nach zwei Stun­den wur­den wir von einem Tou­ri-Bus abge­holt. Bei einem Pin­kel-Stop konn­ten wir eine Kir­che besich­ti­gen. Davor war ein klei­ner Markt wo man sich unter ande­rem mit einem Lama ablich­ten konn­te – oder sogar mit Adler auf dem Kopf!

Kurz dar­auf wur­den wir in einem klei­nen Dorf abge­la­den, wo wir unser Zmit­tag assen und uns dabei mit der klei­nen Toch­ter des Wirts amü­sier­ten. Frisch gestärkt ging es wei­ter zu den Rui­nen von Uyo-Uyo. Die Stadt wur­de immer wie­der von unter­schied­li­chen Volks­stäm­men bewohnt und Jos­helm erklär­te uns, wie man die­se anhand der unter­schied­li­chen Stein- und Tür­for­men erkennt. Nach die­sem Ein­blick in die Geschich­te ging es wei­ter – und zwar ziem­lich steil. Mitt­ler­wei­le befan­den wir uns auf über 3600 Meter über Meer, und der Anstieg brach­te uns auf 3800 Meter. Es war sehr anstren­gend, aber es weh­te zum Glück immer wie­der ein küh­ler Wind und die Aus­sicht ent­schä­dig­te sowie­so für alle Strapazen.

Im nächs­ten klei­nen Dorf wur­den wir wie­der von einem Auto abge­holt, das uns nach Chi­vay brach­te. Zum Znacht gab es wie­der ein­mal eine lecke­re Sup­pe. Müde und erschöpft vom lan­gen Tag fie­len wir bald ins Bett und in einen erhol­sa­men Schlaf.

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