Heute hatten wir uns für einen Tauchtrip zum bekannten Kicker Rock – oder dem Leon Dormido in spanisch – angemeldet. Auf dem Weg zur Tauchbasis regnete es und sah nicht danach aus, als würde es sich bald ändern. Wir liessen uns davon nicht die Laune verderben, nass würden wir ja sowieso. In der Basis bekamen wir unsere Ausrüstung verpasst und dann ging es schon los.
Das Boot war ein grosszügiger Katamaran mit viel Platz. Da es immer noch regnete waren wir bald durchnässt, aber das machte uns nicht viel aus. Nach knapp einer Stunde kamen wir beim ersten Tauchspot, dem Cerro Brujo an. Mittlerweile hatte es zum Glück schon aufgehört zu regnen. Wir bauten unsere Ausrüstung zusammen und kämpften uns in unsere Wetsuits. Als das geschafft war hiess es dann schnell – rein ins Wasser! Wir tauchten ab zu einem kleinen Riff, der Boden war übersät mit Seesternen. Wunderschön! Bei einer kleinen Höhle kämpften wir uns durch die Strömung und tauchten in einem Loch innerhalb der Felsen wieder auf. Hier erklärte uns der Guide ein paar geologische Besonderheiten. Danach ging es wieder hinunter und bald darauf zurück zum Boot. Abgesehen vom wilden Abstecher in die Höhle kein besonders spektakulärer Tauchgang obwohl die Sicht sehr gut war. Leider hatten wir noch keine Haie gesehen. Zum Glück schien mittlerweile die Sonne! Nach einem feinen Lunch auf dem Boot gab es eine Pause an einem wunderschönen Strand: feiner, weisser Sand und türkisblaues Meer, dazwischen schwarze Lavafelsen, gespickt mit roten Krabben, den üblichen Seelöwen und ein paar Iguanas. Nach etwa einer Stunde ging es zurück aufs Boot und Richtung Kicker Rock, der mächtigen Felsformation vor der Insel.
Vor dem Abtauchen gab es noch ein kurzes Briefing vom Tauchguide und kurz darauf waren wir schon wieder im Wasser. Zuerst ging es an einer steilen Wand etwa 22 Meter hinunter, unter uns nur dunkles Wasser. Kurz darauf erreichten wir den durch Erosion entstandenen Riss im Felsen. Wir sahen ein paar Seesterne und Fische, aber Haie konnten wir immer noch nicht entdecken. Doch dann, fast am Ende drehte sich der Guide zu uns um und machte das Zeichen für Haie, und da waren sie. Unzählige Fische schwebten schwerelos durchs Wasser und dazwischen immer wieder ein Hai. Kurze Zeit darauf kam ein kleiner Hammerhai angeschwommen und dann folgte ein noch grösserer, fast zum Greifen nah. Ein eindrückliches Erlebnis! Noch einige Minuten beobachteten wir das faszinierende Spektakel, dann mussten wir leider schon wieder auftauchen. In einer einstündigen Fahrt ging es zurück nach Puerto Baquerizo Moreno. Der Tag und vor allem der letzte Tauchgang gingen viel zu schnell vorbei, werden uns aber für immer in Erinnerung bleiben!
Unsere iPhones (mit denen wir sonst immer fotografieren) haben wir aus wettertechnischen Gründen daheim gelassen, Überlandfotos gibt es deshalb leider nicht zu sehen. Unser Guide hatte aber eine GoPro dabei so dass wir einen kleinen Eindruck der Unterwasserwelt geben können.
