Morgens um 7.30 Uhr standen wir vor unserem Reisebüro in Cusco, wo wir 10 Minuten später von einer Frau abgeholt und zum Bus begleitet wurden.
Unglücklicherweise hatten wir nur noch in der letzten Reihe Platz – wobei der Platz ziemlich eingeschränkt war. Vor allem für Jens mit seinen langen Beinen war es eine enge und unbequeme Fahrt. Der Fahrer hatte es ziemlich eilig und preschte durch alle Kurven. Aber plötzlich hielt er an: der hintere linke Reifen war platt. Zum Glück hatten wir ein Reserverad dabei. Allerdings fehlte der Wagenheber, so dass wir uns gedulden und auf den nachfolgenden Bus warten mussten. Kurz darauf wurde die Panne behoben und weiter ging es in rasanter Fahrt.
In einem kleinen Dörfchen gab es ein nicht sehr leckeres Zmittag: wässrige Suppe und fettige Kartoffeln mit Reis und Fleisch, das in einer Ei-Panade versteckt war. Zum Glück hatten wir uns für die Fahrt ein paar Sandwiches gemacht und waren darum nicht so hungrig.
Das letzte Stück der Fahrt war die Strasse unbefestigt und der Weg wurde immer abenteuerlicher. Auf der Hangseite gab es keine Leitplanke und teilweise war die Strasse nur ein Auto breit. Andere Fahrzeuge kreuzen und vor allem die Brückenquerungen lösten doch das ein oder andere Bauchkribbeln aus. Schlussendlich kamen wir aber sicher und wohlbehalten im Hidroelectrico an. Von da an ging es ca. 12 km entlang den Bahngeleisen durch den Dschungel bis nach Aguas Caliente, dem letzten Dorf vor dem Machu Picchu. Wir bekamen unsere sehr einfache Unterkunft gezeigt und bummelten dann bis zum Znacht noch etwas durchs Dörfchen.
Das Abendessen war abgesehen von der Suppe noch schlechter als das Zmittag. Zum Glück waren wir nicht sehr hungrig. Nach dem Essen gab es noch ein paar Infos zum Besuch vom Machu Picchu am nächsten Tag und unsere Eintrittstickets. Nach einem Glacé gingen wir schon bald ins Bett, da wir am nächsten Tag wieder mal früh los wollten.
Morgens um 4 Uhr packten wir unsere Sachen zusammen und gingen frühstücken. Um kurz nach 5 Uhr machten wir uns auf zur Brücke, die gleichzeitig der erste Kontrollpunkt für den Machu Picchu war. Zusammen mit vielen anderen Backpackern machten wir uns an den Aufstieg über 1700 Stufen. Nach knapp einer Stunde hatten wir es endlich geschafft. Schnell hatten wir auch den zweiten Kontrollpunkt hinter uns. Nachdem wir uns kurz beim Guide gemeldet hatten machten wir uns auf zum Wächterhaus von wo man anscheinend einen wunderschönen Ausblick auf die gesamte Anlage hatte. Und tatsächlich, wir hatten Glück: kaum oben riss der Nebel auf und die Sonne beleuchtete die alten Ruinen. Ein atemberaubender Anblick!
Nach einer ausgiebigen Fotosession machten wir uns auf zur Inkabrücke. Der Weg führte durch grünen Wald und wir waren ganz allein. Eine wunderschöne Stimmung!
Die restlichen Stunden spazierten wir durch die Ruinen, genossen den Ausblick und die Sonne und hatten unseren Spass mit den Lamas. Kurz vor 12 Uhr machten wir uns an den Abstieg nach Aguas Caliente, wo wir uns zum Zmittag eine Pizza teilten. Danach ging es mit dem Zug zurück zum Hidroelectrico, wo schon unser Bus auf uns wartete. Die Rückkehr zog sich elend lange hin, aber nach über 6 Stunden kamen wir endlich wieder in Cusco an.
Im Hostel war das für uns vorgesehene Zimmer noch nicht frei und so bekamen wir ein anderes. Uns war es egal, Hauptsache wir hatten ein Bett und konnten endlich schlafen, was wir dann auch taten!
