Eine Woche Sightseeing vom Feinsten. Die letzte Woche Stand unter diesem Motto. Ria – die Mutter von Jens – war eine Woche zu Besuch. Wir haben ihr ein «Best of New York» zusammengestellt. Dieses Unterfangen war nicht einfach, da New York so viel zu bieten hat und man so viel sehen kann.
Nachdem wir Ria vom Flughafen abgeholt haben, sind wir mit der Metro zum Ort gefahren, wo sie wohnte nämlich Astoria, ein süsses, fast dörfliches Viertel im Norden von Queens. Dort hatte sie ein kleines aber sauberes Zimmer via Airbnb gebucht. Nachdem wir Ihr Gepäck deponiert haben, gings schon auf Richtung Times Square, eine der klassischen Touristenattraktionen von New York. Abends ist der Times Square mit dem hell erleuchteten Platz voller Menschen umso eindrücklicher. Unweit vom Times Square haben wir gleich noch den ersten Geocache für Ria in Übersee gemacht.
Was ist ein Geocache?
Ein Geocache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie verschiedene kleine Tauschgegenstände befinden. Der Besucher kann sich in ein Logbuch eintragen, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Mit einem iPhone oder anderem GPS Gerät navigiert man zum Cache.
Anschliessend wird der Geocache wieder an der Stelle versteckt, an der er zuvor gefunden wurde. Der Fund kann im Internet auf der zugehörigen Seite vermerkt und gegebenenfalls durch Fotos ergänzt werden. So können auch andere Personen – insbesondere der Verstecker – die Geschehnisse rund um den Geocache verfolgen. Wesentlich beim gesamten Such- und Tauschvorgang ist, dass von anderen anwesenden Personen das Vorhaben nicht erkannt wird und so der Cache Uneingeweihten verborgen bleibt. Aktuell gibt es über 2.5 Mio. versteckte Geocaches auf der ganzen Welt.
Am nächsten Tag gings auf zum Bronx Zoo. Bei schönstem sommerlichen Wetter erkundeten wir den sehenswerten Bronx Zoo nördlich von Manhatten. Nach einem langen Tag gings dann wieder Richtung Süd-Manhatten.
Donnerstags haben wir uns ganz einem schönen Spaziergang mit Geocaching im Central Park gewidmet. Der Central Park ist sehr facettenreich. Von geordneten Bankreihen und Strassenmusiker über verwilderten Wald mit kleinen Trampelpfaden bis hin zu Baseballfeldern hat der Park sehr viel zu bieten. Eigentlich zu viel für einen Tag. Dank dem Geocaching haben wir viele wunderschöne Bereiche des Parks gesehen. Nach vielen gefunden Caches wurden bei einem TB-Hotel (eine Art Hotel für Tauschgegenstände welche die Welt bereisen) gleich noch ein Paar Trackables abgelegt.
Was sind Trackables?
Neben alltäglichen Tauschobjekten gibt es so genannte Trackables. Zu den verbreitetsten zählen die Travel Bugs (von englisch bitten by the travel bug «vom Reisefieber»). Dies sind Gegenstände, die von Geocachern von einem Cache zu einem anderen transportiert werden . Der dabei zurückgelegte Weg wird auf speziellen Internetseiten protokolliert. Zu diesem Zweck ist jeder Travel Bug über eine eindeutige Zahlenkombination identifizierbar. Diese Nummer ist (bei den Exemplaren von geocaching.com) auf zwei Aluminium-Marken geprägt, wie sie in ähnlicher Form vom Militär verwendet werden (Dog Tag, «Hundemarke»). Eine dieser Marken bleibt immer bei demjenigen, der den Travel Bug initiiert hat, die andere wird an dem Gegenstand befestigt. Der Initiator eines Travel Bugs kann zusätzlich zum einfachen Reisen spezielle Aufgaben für den Travel Bug definieren. So soll sich ein Travel Bug beispielsweise nur in einem bestimmten Land aufhalten, ein bestimmtes Ziel erreichen oder bevorzugt nur an bestimmten Orten abgelegt werden. Anhand der Caches, in denen der Travel Bug landet, wird die Distanz berechnet, die der Travel Bug zurückgelegt hat (Luftlinie).
An den folgenden Tag haben wir die verschiedensten Sehenswürdigkeiten abgeklappert: Brooklyn Bridge, Freiheitsstatue, Staten Island, World Trade Center Memorial, Highline Park, Flat Iron Building, Roosevelt Island, Broadway, Rockefeller, Museum of Natural History, Brooklyn Heights Foodmarket (Smorgasburg). Also ein sehr kompaktes Programm. Dank der Metro Wochenkarte haben wir viel mit der Metro gemacht, trotzdem haben wir es jeweils Abends in den Beinen gemerkt und waren froh wenn wir ins Bett konnten.
Die Woche war erlebnisreich und kurz, wir haben viel gesehen und erlebt. Es war schön Ria die Stadt zu zeigen. Sie hat in dieser intensiven Zeit 50 Geocaches gemacht. Unsere Eindrücke der Woche seht ihr in der Bildergalerie und auf der Karte könnt ihr sehen, wo Ria gewohnt hat. Heute haben wir uns zur Abwechslung einen entspannten Tag zu Hause gemacht.
